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History - 30 Jahre Café Hahn



Seit 30 Jahre gibt es nun schon das Café Hahn in Güls

 

1981 noch in anderem Stil                              

Café

2011 schon etwas moderner!

Cafe

 

30 Jahre gefüllt mit zahllosen Auftritten von Musikern, Comedians, Kabarettisten, Artisten & Autoren.

Zum 30-Jährigen lud das Café Hahn an 4 Tagen (16.-19.06.2011) zu einer großen Jubiläumsfeier ein.

Auf 2 Bühnen traten über 30 Künstler bis tief in die Nacht auf!

 



 

 

 

Neben der Jubiläumsfeier gab es auch noch eine Fotoausstellung in der Sparkasse Koblenz, bei der Bilder von Künstlern ausgestellt waren, die über die letzten 30 Jahre im Café Hahn aufgetreten sind. Zur Vernissage spielte das Gülser Tanzorchester und zur Finissage die Sade-Coverband Smooth Operatorz.

Im Rahmen der Ausstellung fand zusätzlich ein Fotografenwettbewerb statt, bei dem 8 ausgewählte Fotografen der Region, jeweils eine Collage erstellten, die ihre persönliche Sicht auf das Café Hahn wiedergab.

Die Gewinnercollage von Herrn Wolfgang Vogt sowie die 2. und 3. platzierten Collagen hängen nun im Café Hahn aus.

 

Die Gewinnercollage


 

Zum Jubiläumsgeburtstag erhielt Berti Hahn ein tolles Geburtstagsvideo, dass mit vielen netten Geburtstagswünschen einiger Künstler und des Café Hahn-Teams versehen ist:

http://www.youtube.com/watch?v=WLuyp991F7k

 

 

2006 - Kulturclub in Koblenz-Güls wird 25 Jahre alt, sein Chef Berti 50 Jahre jung
Von Andreas Pecht

2006 wird das "Café Hahn" 25 Jahre alt. Zu dem gehören gemeinhin Rückblicke, also Erinnerungen an die Anfänge, vieldeutige Histörchen, nostalgische Schmonzetten, Würdigungen ... Die schreibende Zunft in der Region hat jetzt allerdings ein Problem: Weil es sich um eine Kulturinstitution von Rang handelt, wurde in früheren Jahren alles schon geschrieben - über den Konditor Karl Hubert Hahn alias Berti, der 1981 das väterliche Café Hahn mit kleinem Supermarkt in Koblenz-Güls zum gleichnamigen Musik- und Kleinkunstclub umfunktionierte. Die Chroniken sind gut bestückt mit Reminiszenzen etwa anlässlich des 20. Hahn-Geburtstages 2001 oder der Wandlung (Umbau) des alten zum neuen Café Hahn 2003.

Die Suche nach neuem Stoff führt zwangsläufig an den Ort des Geschehens, nach Güls. Rechts ab von der Moseluferstraße, unter der Bahn durch, wieder hart rechts, das Gässchen durch bis links der rosarote Hahn-Neubau auftaucht und rechts die schon vor Jahren als unbefestigter Parkplatz in Besitz genommene Baulücke. Das war er immer, das ist er noch, der Weg zum Café Hahn. What´s new? Besagte Lücke beginnt, sich fein zu machen: Einebnung, gewalzter Belag, Randbefestigung und mehr Platz. Denn Berti hat dort ein Haus gekauft und abgerissen. Die Außenmauern der Nachbargebäude liegen jetzt blank, Fachwerk, Mauersteine, Bimsplatten erzählen von gestern und anno dunnemals. Man könnte das alles zuputzen und ´ne Brauerei drauf verewigen, man könnte aber auch ... ein bisschen kreativ sein, wie es sich halt gehört für einen kreativen Kulturschuppen. Menino-Sänger und Multikünstler Stephan Maria Klöckner soll sich nun der Fassade annehmen, soll Historisches und Zeitgenössisches zum optisch spannenden Willkommensgruß verbinden.

Kreativer Mittelständler

Diese mittelbare Wirkung von Kultur wiegt in der gesellschaftlichen Bilanz mehr als die betreffenden Unternehmen und Institutionen an Umsatz einfahren und gegebenenfalls an Steuern abführen; wobei im Falle Hahn Letztere nicht eben von schlechten Eltern sind. Bertis Firma kann mit seiner rund 50-köpfigen Mannschaft - von Geschäftsführer Rolf Mayer über Büro- und Küchen-Crew, Theken- und Technik-Team bis zu Bedienungen, Putzkolonne und Aushilfen - durchaus als mittelständisches Wirtschaftsunternehmen gelten. Reden mag er darüber nicht so gern, aber seine Aktivitäten entsprechend kalkulieren muss der Kulturimpressario doch. Die beiden Varieté-Spielzeiten zu Weihnachten und zu Ostern etwa haben sich für das neue Hahn zur sicheren Bank gemausert.

Überhaupt hat der Schuppen die 2003er Mutation von der verrauchten Originalität einer Jazz-Kneipe zum modernen Kulturclub problemlos überstanden. Das gefürchtete Naserümpfen auf Seiten treuer Hahn-Veteranen blieb die Ausnahme, denn Blueser, Jazzer, Rocker, Kabarettisten fanden auch auf der neuen Bühne wieder Heimstatt. Und weil selbst des Chefs Herz daran hing, wurden obendrein möglichst viele atmosphärische Elemente aus dem alten Hahn ins neue gerettet. Auch das Herüberziehen der Elemente Varieté und Comedy aus der fast zeitgleich aufgegebenen "Blauen Biwel" ins Gülser Stammhaus klappte: Das alte Publikum machte den Umzug mit, neues Publikum konnte gewonnen werden. "Genau genommen", sagt Berti, "haben wir jetzt hier wieder jenen programmatischen Gemischtwarenladen, mit dem wir in den 80ern anfingen." Dazu gehören seit eh und je Acts, die nicht von vornherein volles Haus versprechen: hoffnungsvolle Newcomer oder interessante Spezialisten. Immer wieder werden dann hilfreiche Kooperationen auf Gegenseitigkeit geschmiedet, mit dem Förderverein Cafe Hahn, dem Koblenzer Jazz-Club oder der Koblenz-Touristik.

Gefragt, warum das Etablissement noch immer "Café Hahn" heißt, obwohl es mit der einstigen Konditorei ja nun gar nichts mehr zu tun hat, erklärt Berti: Erstens spiele das Konditorenhandwerk im Rahmen des "Live-und-Lecker"-Konzepts (also der ans Bühnenprogramm jeweils angepassten Küchen-Kulinarik) weiter eine wichtige Rolle. Dafür habe er eigens eine Konditorin eingestellt - und der gelernte Konditor Berti kann´s nicht lassen, gelegentlich auch noch selbst im Teig zu rühren. Zweitens aber, und das vor allem, ist "Café Hahn" in 25 Jahren eine Marke geworden. Dies nicht nur für das Gülser Haus, sondern auch für viele aushäusigen Aktivitäten. Maßgebliches Hahn-Engagment steckt etwa in Koblenzer Altstadtfest und Schängelmarkt, im Horizonte- und im Gauklerfestival, kommt bei Rhein in Flammen oder Jazz im Löhr-Center zum Tragen. Der Hahn und das Hahn vermitteln Bands und Entertainer, stellen ganze Programme auf die Beine, wenn´s sein soll nebst Gala-Diner für Kongresse und Firmenevents.

Das Café Hahn ist eben ein Gemischtwarenladen, das aber im besten Sinne des Wortes: Gut sortiert mit dem, was unterschiedliche Menschen zu verschiedenen Zeiten fürs Lebensglück brauchen können - Kultur recht verschiedener Machart.